Webinar-Aufzeichnung: DataGerry Reloaded

von | Aug. 12, 2026

Bei DataGerry hat sich einiges getan: Ein neues Serviceportal, integriertes IP Address Management, ein KI-gestützter Dokumentengenerator, neue Möglichkeiten für Self-Hosted-Installationen und weitere Funktionen rund um die Netzwerkdokumentation.

In unserem Webinar „DataGerry Reloaded – alles neu macht der Sommer“ haben wir die Neuerungen live vorgestellt und gezeigt, wie sie sich konkret in DataGerry nutzen lassen. Neben den aktuellen Funktionen gab es außerdem einen ersten Ausblick auf kommende Features wie Port Connectivity und Rack View.

Hier können Sie sich die vollständige Aufzeichnung des Webinars ansehen:

    Wer lieber liest oder gezielt einzelne Themen nachschlagen möchte, findet im folgenden Artikel die wichtigsten Inhalte des Webinars kompakt zusammengefasst.

      Das neue Serviceportal: mehr Self-Service, weniger Verwaltungsaufwand

      Eine der größten Veränderungen findet zunächst außerhalb der eigentlichen CMDB statt: Das DataGerry Serviceportal wurde deutlich erweitert. Anwender können darüber unter anderem ihre Subscriptions verwalten, Benutzer zuweisen, Rechnungen abrufen, Support-Tickets erstellen und – im Cloud-Betrieb – API-Tokens verwalten. Dabei wird zwischen normalen Benutzern und dem Company Admin mit erweiterten Rechten unterschieden.

      Für Self-Hosted-Installationen kommt die Verwaltung von Lizenzen, Paketen und Downloads hinzu. Subscriptions lassen sich im Portal einsehen, upgraden oder kündigen; auch Rechnungseinstellungen können dort gepflegt werden.

      Der eigentliche Vorteil: Viele administrative Prozesse müssen nicht mehr über separate Kommunikationswege abgewickelt werden. Kunden können einen größeren Teil des Lebenszyklus ihrer DataGerry-Umgebung selbst steuern. Das macht das Serviceportal zu einer Art zentraler Schaltstelle rund um den Betrieb der CMDB.

      Cloud oder Self-Hosted? DataGerry lässt beide Wege offen

      Mit den neuen Subscription-Modellen gewinnt besonders die Self-Hosted-Variante an Bedeutung.

      Die Community Edition bleibt dabei als Basis-CMDB erhalten. Darüber hinaus stehen in den kostenpflichtigen Self-Hosted-Subscriptions zusätzliche Funktionen wie REST API, IPAM, ISMS, Dokumentengenerator und Automation zur Verfügung – abhängig von der gewählten Edition.

      Damit stellt sich für Unternehmen eine klassische Frage: Cloud oder Self-Hosted?

      Im Webinar wurde ein wesentlicher Unterschied deutlich: In der Cloud können neue Funktionen nach Entwicklung und Testing schneller bereitgestellt werden. Self-Hosted-Releases folgen dagegen in größeren Abständen. Auf der anderen Seite kann Self-Hosting dann interessant sein, wenn Unternehmen besondere Anforderungen daran haben, wo ihre Daten gespeichert und Systeme betrieben werden. Die Entscheidung sollte deshalb weniger nach dem Prinzip „Was ist grundsätzlich besser?“ getroffen werden, sondern anhand der eigenen Anforderungen:

      • Cloud eignet sich insbesondere für Unternehmen, die möglichst schnell von neuen Features profitieren und den Betriebsaufwand reduzieren möchten.
      • Self-Hosted bietet sich an, wenn die eigene Kontrolle über Infrastruktur und Datenhaltung eine zentrale Anforderung ist.

      Positiv für bestehende Nutzer der Community Edition: Ein Upgrade innerhalb der Self-Hosted-Welt ist grundsätzlich ohne einen kompletten Neuaufbau vorgesehen. Auch eine Migration von Self-Hosted in die Cloud ist möglich, kann aber Unterstützung bei der Datenmigration erfordern.

      Integriertes IPAM: Netzwerk und CMDB wachsen zusammen

      Eine besonders praxisnahe Neuerung ist das integrierte IP Address Management (IPAM). DataGerry bildet dafür Netzwerkstrukturen über Supernets, Subnets und VLANs ab. Innerhalb eines Subnetzes lässt sich beispielsweise erkennen, welche IP-Adressen bereits vergeben und welche noch frei sind.

      Der entscheidende Vorteil liegt jedoch in der Verbindung zur CMDB. IP-Adressen stehen nicht isoliert in einer separaten Liste, sondern können direkt den entsprechenden Config Items zugeordnet werden. Damit lässt sich beispielsweise nachvollziehen, welcher Client welche IP-Adresse nutzt. Auch die nächste verfügbare Adresse kann beim Zuweisen eines Interfaces vorgeschlagen werden.

      Das reduziert Informationssilos: Netzwerkdaten und die dazugehörigen Assets werden im gleichen Datenmodell dokumentiert. Dabei positioniert DataGerry das neue Feature nicht als Ersatz für jedes spezialisierte IPAM-System. IDedizierte Lösungen könne funktional deutlich tiefer gehen. Das integrierte IPAM ist vielmehr eine Erweiterung der CMDB um praxisrelevante Netzwerkfunktionen. Gerade für Unternehmen, die kein hochkomplexes separates IPAM benötigen, kann diese Integration interessant sein.

      Dokumentation direkt aus der CMDB generieren

      Technische Dokumentation hat ein bekanntes Problem: Sie altert schnell. Eine Serverdokumentation kann zum Zeitpunkt ihrer Erstellung korrekt sein, wenige Änderungen später stimmt sie möglicherweise schon nicht mehr mit der tatsächlichen Umgebung überein. Der neue nun auch für Self-Hosted verfügbare Dokumentengenerator setzt genau hier an.

      Aus einem Config Item können auf Basis von Templates Dokumente generiert werden. Werte aus der CMDB werden dabei dynamisch eingebunden. Im Webinar wurden Serverhandbücher, Notfallhandbücher und Hardwareprotokolle als mögliche Einsatzszenarien genannt.

      Der Nutzen liegt auf der Hand: Statt Daten aus der CMDB manuell in Word-Dokumente oder andere Vorlagen zu übertragen, wird die CMDB selbst zur Datenquelle der Dokumentation. Damit entsteht ein wichtiger Schritt von der reinen IT-Datenhaltung hin zur automatisierten Nutzung dieser Daten.

        KI unterstützt beim Aufbau der Dokumentvorlagen

        Die Idee dabei ist nicht, dass eine KI eigenständig die CMDB dokumentiert. Vielmehr unterstützt sie bei der Erstellung der benötigten Templates. Ein Anwender kann per Prompt ein Template für eine Netzwerkdokumentation anfordern. DataGerry erzeugt daraus einen Vorschlag, der anschließend mit den passenden CMDB-Platzhaltern weiterbearbeitet werden kann. Dadurch müssen Dokumentvorlagen nicht zwangsläufig von Grund auf neu erstellt werden.

        Interessant ist dabei insbesondere die Frage nach den Daten. Für die im Webinar vorgestellte Cloud-Integration wurde erklärt, dass keine Asset- beziehungsweise CMDB-Daten an das KI-Modell übertragen werden. Übermittelt wird der Prompt zur Erstellung des Templates; die eigentlichen CMDB-Werte werden anschließend über Platzhalter eingebunden. Das ist ein wichtiger Unterschied: Die KI hilft bei der Struktur des Dokuments, während die konkreten Infrastrukturinformationen in der CMDB verbleiben.

          Lizenzmanagement für Self-Hosted wird deutlich strukturierter

          Mit den neuen Self-Hosted Subscriptions wurde auch ein Lizenzmanagement direkt in DataGerry und das Serviceportal integriert.

          Bei einer Self-Hosted-Installation können Pro-Funktionen abhängig von der jeweiligen Subscription freigeschaltet werden. Dazu wird aus der Installation eine Aktivierungsdatei erzeugt, im Serviceportal einer Subscription zugeordnet und anschließend eine Lizenzdatei generiert und wieder in DataGerry aktiviert.

          Damit wird transparent, welche Funktionen für eine konkrete Installation zur Verfügung stehen. Das ist vor allem deshalb relevant, weil die Community Edition weiterhin als Basis bestehen bleibt, während zusätzliche Funktionen über die entsprechenden Subscriptions aktiviert werden können.

            Mehr Komfort bei der täglichen Arbeit mit DataGerry

            Unter anderem wurden der Location Browser, der CI Explorer und der CSV-Import überarbeitet. Beim Location Browser können Standorte per Drag-and-drop innerhalb des Location-Baums neu organisiert werden.

            Der CSV-Import wurde ebenfalls modernisiert und auf einen Wizard-basierten Ablauf umgestellt. Bestehende Fehler wurden behoben; gleichzeitig soll der Import künftig weiterentwickelt werden.

            Gerade solche Verbesserungen sind im Alltag oft entscheidend: Eine CMDB wird schließlich nicht nur einmal eingerichtet, sondern kontinuierlich gepflegt.

              Der nächste Schritt: Port Connectivity und Rack View

              Spannend ist auch der Blick auf die Roadmap. DataGerry soll künftig Netzwerkverbindungen noch detaillierter abbilden können. Mit Port Connectivity sollen Config Items über konkrete Ports miteinander verbunden werden können – beispielsweise Server, Netzwerkgeräte und Patch Panels. Geplant ist außerdem eine Topologieansicht, mit der sich Verbindungen End-to-End nachvollziehen lassen.

              Parallel dazu soll eine Rack View die Planung und Dokumentation von Racks ermöglichen. Geräte und PDUs können dann innerhalb eines Racks visuell eingeordnet werden.

                Was bedeutet das Update für Unternehmen?

                Betrachtet man die Neuerungen gemeinsam, zeichnet sich eine klare Entwicklung ab: DataGerry soll nicht nur der Ort sein, an dem IT-Assets dokumentiert werden. Die Plattform verbindet die vorhandenen Daten zunehmend mit operativen Anwendungsfällen.

                IP-Adressen werden mit Config Items verknüpft. Dokumente entstehen aus aktuellen CMDB-Daten. Automation wird integriert. Netzwerkstrukturen werden visualisiert. Administration und Support wandern in ein Self-Service-Portal. Der Mehrwert einer CMDB verschiebt sich damit von „Wir wissen, was wir haben“ in Richtung „Wir können mit diesem Wissen arbeiten“.

                Und genau das ist für moderne IT-Organisationen entscheidend: Eine CMDB sollte kein digitales Archiv sein. Sie sollte eine verlässliche Datenbasis schaffen, auf der Prozesse, Automatisierung, Dokumentation und Entscheidungen aufbauen können.

                  Fazit: Mehr als klassische CMDB-Dokumentation

                  Das aktuelle DataGerry-Release bringt nicht nur einzelne neue Features. Es erweitert den praktischen Einsatzbereich der CMDB deutlich. Gleichzeitig gibt das neue Subscription-Modell Unternehmen mehr Möglichkeiten, zwischen Cloud, Community Edition und professionellem Self-Hosted-Betrieb zu wählen.

                  Mit Port Connectivity und Rack View stehen zudem bereits die nächsten Bausteine für eine detailliertere Netzwerkdokumentation auf der Roadmap.

                  Damit entwickelt sich auch der Einsatz der CMDB weiter: Neben der strukturierten Erfassung der IT-Infrastruktur rückt zunehmend die Frage in den Mittelpunkt, wie sich die vorhandenen Daten sinnvoll für tägliche Prozesse, Dokumentation und Automatisierung nutzen lassen.

                    Kommen Sie auf uns zu

                    Kontaktieren Sie das DataGerry-Team

                    Haben Sie Fragen oder stehen Sie vor einer besonderen Herausforderung?
                    Unser engagiertes DatGerry-Team berät Sie gerne.

                    Büroanschrift
                    Hauptstraße 8b,
                    82008 Unterhaching, Germany

                    Folgen Sie uns auf